sind seit langem elementare Bestandteile der Veterinär-medizin bei der Behandlung orthopädischer sowie neuro-logischer Erkrankungen des Hundes.
Aber, wo findet man den Bestandteil einer möglichst ganz-heitlichen Behandlung des Patienten, der in der Human-medizin schon seit langem Einzug gehalten hat ? Der Physiotherapie kommt eine große Bedeutung in der konservativen und chirurgischen Orthopädie, der Neurologie sowie bei der Rehabilitation des Menschen zu. Warum diese Erkenntnisse nicht auch bei der Behandlung des Hundes nutzen ?
Was dem Pferd schon seit längerem zu Gute kommt, wird nun auch eine immer ernstzunehmendere Therapieform in der prä- und/oder postoperativen Rehabilitation sowie der konservativen Therapie des erkrankten Hundes.
Aber vor allem gewinnt die Hundephysiotherapie eine immer größer werdende Bedeutung für ein umfassendes Schmerzmanagement.
Leidet der Hund bspw. an einer Erkrankung des rechten Hüftgelenkes (z.B. HD), so wird sich seine Problematik in Zukunft nicht nur auf diese einzelne Körperstruktur beschränken, sondern zwangsläufig weitere Teile seines Bewegungsapparates in Mitleidenschaft ziehen.
Er gerät in einen Teufelskreis, aus dem er sich aus eigener Kraft nicht befreien kann.
Bereitet dem Hund die Bewegung/Belastung der rechten Hüfte Schmerzen, versucht er schmerzverstärkende Bewegungen zu vermeiden. Dies kann er jedoch nur, wenn er im Gegenzug eine andere Gliedmaße stärker belastet, meist ist dies die diagonal gegenüber liegende Gliedmaße, in diesem Fall also die vordere linke Extremität.
Das physiologische Gangbild des Hundes ist gestört.
Die Mehrbelastung der linken Vorderextremität führt nach und nach zu einer Überlastung, die wiederum mit Schmerzen verbunden ist und nun sucht der Hund nach weiteren Möglichkeiten einer Umverteilung. Die Schmerz-spirale nimmt ihren Lauf:
Schmerz = Entlastung der betroffenen Extremität = Überlastung anderer Strukturen = unphysiologische Belastung der Gelenke = Verspannungen der Muskulatur = weiterer Schmerz = mangelnde Bewegungsfreude = weitere Schonhaltung = weiterer Schmerz ............... usw.
Helfen sie ihrem vierbeinigen Freund aus diesem Teufelskreis heraus - die Physiotherapie kann helfen:
► Verbesserung der Qualität der Bewegungsabläufe
► Schmerzlinderung
► schnellere Genesung nach operativen Eingriffen
► Verbesserung und Erhalt von Muskel-, Nerven-
und Gelenkfunktionen
► Bewusstmachen von Bewegung
► Stärkung von Ausdauer und Leistungsfähigkeit
► positive Auswirkungen auf die Psyche des Hundes
► Reduzierung des Bedarfs an Schmerzmitteln
Letztendlich sorgt die Physiotherapie für ein entscheidendes Mehr an Lebensqualität und damit verbunden für ein längeres Leben ihres Hundes.